Neue Musik zu James Joyces „Ulysses“

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Salzburg

Neue Musik zu James Joyces „Ulysses“

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Salzburg

Leider kann der Bloomsday 2020 in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Salzburg und der Universität Salzburg nicht stattfinden. Er wird 2021 nachgeholt. Die Auftragskompositionen wurden jedoch zum Teil schon fertig gestellt. 2020 haben sich die Komponisten mit dem Roman Ulysses von James Joyce beschäftigt.

Neue Musik zu James Joyces „Ulysses“ | Auftragskomposition

Die Salzburger Gesellschaft für Musik konnte 6 Komponist*innen dazu gewinnen sich mit dem Thema kreativ auseinanderzusetzen. Davon leben vier Kompinist*innen in Salzburg, oder haben einen klaren Bezug zu der Stadt: Agustín Castilla-Avila, Marco Döttlinger, Reinhard Febel und Julia Deppert-Lang.

Komponist*Innen

James Joyce: Ulysses: Kapitel 3

Marco Döttlinger

"in between II" für Stimme, Flöte, Violoncello und Gitarre

Marco Döttlinger ist ein österreichischer Komponist und Sound Artist. Er studierte Komposition, Computermusik und Musiktheorie in Salzburg, Paris und Basel. Er unterrichtet derzeit am INM (Institut für Neue Musik) der Universität Mozarteum in Salzburg. 2019 erhielt er das Staatsstipendium für Komposition und war composer in residenz des Kompositionsforums Mittersill. Seine Werke wurden auf Festivals im In- und Ausland aufgeführt, u.a. beim Festival stART in Salzburg, Sommerszene Festival Salzburg, beim Kompakt-Festival elektro-akustischer Musik on/off in Limburg, dem Festival Next-Generation am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe, dem aspekte Festival Salzburg, Festival Dialoge Salzburg, styriarte Graz, Klangspuren Schwaz, und dem Showroom of Contemporary Sound Zagreb.Die Hauptaspekte seiner künstlerischen Arbeit liegen bei der Integration computergestützter Verfahren im Bereich zeitgenössischer (Klang-)Kunst bzw. Time Based Arts.

James Joyce: Ulysses: Kapitel 4-6

Agustín Castilla-Ávila

"Oxen of the Sun" für Violoncello und Gitarre

Agustín Castilla-Ávila wurde in Jerez de la Frontera, Spanien, geboren und kam zum Kompositionsstudium an die Universität Mozarteum in Salzburg. 2013 erhielt er vom Land Salzburg das Jahresstipendium für Musik. Seine Musik wurde von D. Russell-Davies, S. Fontanelli, J. Kalitzke (OENM), T. Ceccherini, A. Soriano, H. Lintu (Avanti! Chamber Orchestra), H. Schellenberger (Real Orquesta Sinfónica de Sevilla), K. Hiller, C. Chamorro u.a. dirigiert und von ORF in Österreich aufgenommen. Yvonne Zehner, Jeff Copeland, Joseph Mirandilla, Gunnar Berg Ensemble u.a. haben seine Musik auf CD aufgenommen. Er hat bei Doblinger Verlag, Trekel Verlag, Da Vinci Edition, Verlag Neue Musik und Bergmann Edition publiziert. Er ist Präsident der Internationalen Gesellschaft für Ekmelische Musik in Österreich. Er hielt Vorträge am Sankt Petersburg Konservatorium, Escuela Reina Sofia in Madrid, Guildhall School of Music and Drama in London, Yong Siew Toh Conservatory of Music in Singapur und anderen wichtigen musikalischen Zentren. Zahlreiche CD Aufnahmen dokumentieren sein kompositorisches Schaffen. Er lebt und arbeitet in Salzburg.

James Joyce: Ulysses: Kapitel 7-9

Julia Deppert-Lang

"mittags" für Gesang, Violoncello und Gitarre

Julia Deppert-Lang, geboren 1970, studierte an den Musikhochschulen Stuttgart und Trossingen Violine, Musiktheorie und Komposition. 2000 - 2003 setzte sie bei Adriana Hölszky an der Universität Mozarteum Salzburg ihre Kompositionsstudien fort, die sie im Herbst 2003 mit Auszeichnung abschloss. 2004 - 2007 studierte sie mit einem Promotionsstipendium der Universität Edinburgh algorithmische Komposition bei Michael Edwards. Ihre Musik wurde in Deutschland, Österreich, Kroatien, Großbritannien und der Schweiz gespielt (u.a. Eröffnungsfest Salzburger Festspiele, ISCM World Music Days/Biennale Zagreb, Soundings Festival Edinburgh , 'Der Sommer in Stuttgart' und Brücken-Festival Rostock). 2012 erschien die gemeinsame CD mit Benjamin Lang "Road to Skye" mit Werken für Gitarre und Klavier bei ZhdK Records. Derzeit unterrichtet sie Musiktheorie u.a. an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” in Berlin. Seit Herbst 2019 hat sie zudem einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

James Joyce: Ulysses: Kapitel 10-12

Reinhard Febel

"Irrfelsen" für Violoncello solo

Reinhard Febel, geboren (1952) und aufgewachsen in Deutschland, lebt in Berlin und Salzburg. Er studierte Komposition in Freiburg bei Klaus Huber und war Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks. 1980 gewann er den Beethoven-Preis der Stadt Bonn und den Kompositionspreis beim Kompositionsseminar Boswil. 1982 nahm er an den Kursen für Computermusik am IRCAM in Paris teil. Er war 1984 Stipendiat der Villa Massimo Rom und Preisträger der Steinbrenner-Stiftung Berlin. 1985 Uraufführung der Sinfonie bei den Donaueschinger Musiktagen. Seit 1989 hatte er eine Professur für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Hannover und erhielt 1992 das Niedersächsische Künstlerstipendium. Seit 1997 ist er Professor für Komposition am Mozarteum Salzburg. 2005 hielt er die Masterclass Komposition bei der Salzburger Sommerakademie. 2012 Klang des Verbotenen, Roman über Domenico Scarlatti. Seit 2017 in Arbeit: Purpursegel, Oper nach dem gleichnamigen Roman von Alexander Grin sowie Slumberland, Zyklus für sechs Pianisten und Ensemble. 2018 Krähenschrei, Roman über den Zen-Mönch Ikkyu Sojun, Kompositionsauftrag Melancholia für das Ensemble Plural in Madrid, UA 2019. Seine Musik wird bei Ricordi verlegt.

James Joyce: Ulysses: Kapitel 13-15

Chaoming Tung

"Traumspiel" für Stimme, Flöte, Violoncello und Gitarre

Chao-Ming Tung ist Komponist, Musiker und Zheng-Spieler aus Taiwan. Er war Kompositionsschüler von Johannes Fritsch, Mauricio Kagel und A. Huber. Multimedia, Performance, Tanztheater, Operette, Klanginstallation, interdisziplinäre Darstellung und elektronische Musik gehören zu den Bereichen seiner Arbeit. Seine Kompositionen wurden bei vielen internationalen Musikfestivals aufgeführt u.a.: MaerzMusik Berlin, Festival of Contemporary Music Huddersfield England, Musikbiennale in Zagreb, musica viva München. 2013 war er Taiwanesischer Kulturpreiseträger des International Rotary Club Taipei. Seit 2007 unterrichtet er Komposition an der National Chiao Tung University in Taiwan.

James Joyce: Ulysses: Kapitel 16-18

Per Dybro Sørensen

"Yes!" für Flöte, Gitarre und Violoncello

Per Dybro Sørensen, 1953 geboren, schreibt seit den 1980er Jahren Musik. Auf der Suche nach einer eigenen Tonsprache entstand 2012 das Werk “Like a transient punctuation” dessen Kompositionstechnik auf einer unendlichen Reihe von Per Nørgård basiert. Er studierte von 2012-2014 beim dänischen KOmponisten Peter Bruun Komposition. 2016 wurde er Finalist des Internationalen Kompositionspreis Timo Korhonen. 2019 gewann sein Werk “Conversation in Spring” den zweiten Preis des Beethoven Kompositionswettbewerbs in Budapest. Seine Werke wurden regelmäßig auf internationalen Festivals und Konzertreihen aufgeführt.